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Gartenteich

Ein Teich ist Tränke für viele Gartenbewohner und zugleich ein eigener Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Es muss nicht gleich ein großer Teich sein: Auch eine Vogeltränke, ein Steintrog oder ein kleines Wasserbecken helfen, gerade in heißen Sommern1.

Die richtige Lage

Am besten liegt der Teich sonnig. Etwas Schatten zur Mittagszeit ist von Vorteil, damit sich das Wasser im Sommer nicht zu stark aufheizt. Unter Bäumen fällt im Herbst Laub ins Wasser – das muss laufend abgefischt werden, sonst gelangen Nährstoffe in den Teich und fördern Algen. Aus demselben Grund müssen Wasser und umgebendes Erdreich baulich vollständig getrennt sein1.

Tiefe und Größe

Ab etwa 10 m² lassen sich Tief- und Flachwasserbereiche anlegen. Frostsicher sind Teiche ab 80 cm Wassertiefe1.

Folie und Unterbau

Die Bayerische Gartenakademie nennt diese Werte1:

  • unter Fertigbecken oder Folie mindestens 5 cm Sand,
  • an steilen Böschungen zusätzlich ein Vlies mit mindestens 150 g/m²,
  • Teichfolie aus PVC oder Synthesekautschuk (EPDM) mindestens 1,2 mm dick,
  • Faustformel für die Folienmaße: größte Länge bzw. Breite + 2 × größte Tiefe + 50 cm Randzuschlag.

Beispiel: Ein Teich von 4 × 3 m mit 0,8 m größter Tiefe braucht nach dieser Formel eine Folie von etwa 6,1 × 5,1 m.

Wasser und Pflege

Befüllen Sie den Teich am besten mit Regenwasser. Fadenalgen treten vor allem in neuen Teichen auf, besonders nach Befüllen mit nitrathaltigem Leitungswasser; sie werden abgefischt. Im Herbst mehrmals Laub entfernen, zu üppige Pflanzen im Frühjahr kappen1.

Ausstiegshilfen: Kleine Wasserbecken brauchen Pflanzen oder eingelegte Brettchen, über die hineingefallene Tiere wieder herauskommen1.

Fische?

Im naturnahen Teich verzichtet man am besten auf Fische, weil sie viele Teichbewohner fressen. Goldfische sind besonders ungünstig, weil sie durch Gründeln das Wasser trüben. Am ehesten passen ein Paar Stichlinge oder einige Moderlieschen1.

Pflanzen für den Teichrand

Die LWG nennt unter anderem Blut-Weiderich und Gelbe Schwertlilie als heimische Stauden für Teich und Teichrand2. Beide wachsen von Natur aus an Gräben und Ufern mit nassen Böden3,4. Steckbriefe: Blumenlexikon.

Sicherheit

Leben kleine Kinder im Haushalt oder kommen oft zu Besuch, planen Sie Lage und Sicherung des Teichs von Anfang an mit – und lassen Sie sich im Zweifel beraten.

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