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Landesgartenschau Ellwangen 2026

Kurzinfo

Zeitraum
24.04.2026 – 04.10.2026
Status
beendet
Ort
Ellwangen (Jagst)
Bundesland
Baden-Württemberg
Format
Landesgartenschau
Besuche
987.265 (laut Quelle)1
Geprüft
· Quellen2,3,4,1

Die Landesgartenschau in Ellwangen an der Jagst lief vom 24. April bis 4. Oktober 2026 und ist beendet3. Nach 164 Tagen meldete die Schau „knapp eine Million“ Besucher3; die Deutsche Presse-Agentur nannte als Endzahl 987.265 Gäste1. Getragen wurde die Schau auch von 1.040 Ehrenamtlichen mit zusammen 72.000 Stunden Einsatz3.

Vier Bereiche – vom Fluss bis in die Altstadt

Die Schau war kein einzelnes Ausstellungsgelände, sondern verteilte sich auf vier Bereiche, die nach der Schau bleiben5:

  • Brückenpark: bringt laut Schau „den Fluss und die Stadt unmittelbar zusammen“.
  • Stadtpark: Der Schießwasen bleibt Platz für Großveranstaltungen, wird aber grüner gestaltet.
  • Innenstadt: Eine Blumenhalle in den Vorräumen der evangelischen Stadtkirche und der katholischen Basilika setzte einen Ankerpunkt in der Altstadt.
  • Auenpark: Hier soll sich die Natur freier entwickeln; der Mensch tritt „in die Rolle des Beobachters zurück“. Im Auenpark steht auch der Aussichtsturm Jagstblick.

Die Jagst wurde dafür umgebaut: Auf Höhe des Sportgeländes Schrezheim wurde der Fluss in neue Schlaufen in den Auwiesen umgelenkt5.

Motto und Ausstellung: „Lust am Wandel“

Das Leitmotiv der Schau lautete „Lust am Wandel“; die Aussteller sollten Antworten auf die Frage „Wie wollen wir leben?“ zeigen – zu Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und Lebensqualität6. Was das auf dem Gelände hieß, zeigt der Ausstellungsplan:

  • Stadtpark: Herzstück des neu gestalteten Schießwasens waren zwei große Farbbänder aus Blumen; dazu ein „Wellnesswasen“ mit neuem Kneippbecken, das der Kneipp-Verein Ellwangen betreibt6.
  • Brückenpark und Jagst: Im neu gebauten Jugendkulturzentrum zeigte die Landesregierung den „Treffpunkt Baden-Württemberg“. An der renaturierten Jagst lagen ein Stadtstrand, ein Wasserspielplatz und eine Sportarena mit Streetball, Calisthenics, Tischtennis und Skateanlage; ein rund 500 Meter langer Skulpturenpfad führte mit Werken regionaler Künstler am Fluss entlang6.
  • Altstadt: Im Kreuzgang der Basilika St. Vitus, einem spätromanischen Bau aus dem 13. Jahrhundert, wechselte alle zwei Wochen die Floristikausstellung. In der evangelischen Stadtkirche schwebte vom 8. Mai bis 19. Juni die Installation „GAIA“ von Luke Jerram, eine sieben Meter große, beleuchtete Erde6.
  • Stadthalle: Die Ausstellung „Garden Futures – Designing with Nature“ des Vitra Design Museums (entwickelt mit der Wüstenrot Stiftung und dem Nieuwe Instituut) zeigte, wie Gärten auf Klimawandel, Artenverlust und Verstädterung reagieren können; wegen der Nachfrage gab es ab August täglich eine Führung7.

Neben Gartenthemen setzte die Schau eigene Thementage, etwa einen „Tag der Energie“ am 12. August mit Infomarkt im Stadtpark und Vorträgen zu Wärmewende, Stromnetzen und Bürgerenergie8.

Was bleibt

Alle vier Bereiche sind als Daueranlagen geplant – die Schau beschreibt sie ausdrücklich unter „Was dauerhaft in Ellwangen bleibt“3,5. Wer Ellwangen nach der Schau besucht, findet also Brückenpark, Stadtpark und Auenpark als öffentliche Grünflächen; welche Angebote dort im Alltag laufen, steht auf der Website der Stadt bzw. der Schau.

Anreise und Barrierefreiheit

Mit der Bahn ist Ellwangen gut erreichbar: Der Bahnhof liegt an der IC-Linie Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg – Leipzig und am Regionalexpress MEX13 Stuttgart – Aalen – Crailsheim, nur wenige Gehminuten vom früheren Haupteingang entfernt; eine Station vorher, in Schrezheim (MEX13), gab es einen zweiten Kassenbereich mit Zugang in den hinteren Teil des Geländes9. Fahrpläne können sich ändern – maßgeblich ist die Auskunft der Bahn.

Während der Schau führte die Anfahrt mit dem Auto über die A7 sowie die B29 und B290; geparkt wurde auf einem großen Parkplatz in Neunheim mit Shuttle. Tagestickets schlossen die Nutzung von Bus und Bahn ein, Dauerkarten nicht3. Diese Regeln galten für die Saison 2026 und sind nach dem Ende der Schau nicht mehr maßgeblich.

Ein Großteil des Geländes war barrierefrei gestaltet: barrierefreie Haupteingänge, Toiletten auf dem ganzen Gelände, eine „Toilette für alle“ im Treffpunkt Baden-Württemberg und Behindertenparkplätze am Inselparkplatz (Mühlgraben)10. Der Spielplatz am Schönen Graben in der Innenstadt wurde im Rahmen der Schau komplett und inklusiv umgestaltet6.

Einordnung

Ellwangen war die große Landesgartenschau Baden-Württembergs 2026; das Land vergab sie 2018 zusammen mit den Schauen bis 20302. In Baden-Württemberg wechseln sich Landesgartenschauen und kleinere Gartenschauen ab – 2027 folgt die Gartenschau in Bad Urach. Alle Termine: Kalender, das Verfahren im Land: Baden-Württemberg.

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