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Gartenweg und Terrasse anlegen

Wege und Terrassen sind das Gerüst eines Gartens. Gut angelegt, halten sie Jahrzehnte; schlecht angelegt, ärgern sie jeden Tag.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich

Größere Flächen sollten nur so groß befestigt werden, wie sie wirklich und häufig gebraucht werden. Terrassen und Wege erhalten am besten einen wasserdurchlässigen Belag1.

Geeignet sind laut Bayerischer Gartenakademie1:

  • Platten oder Pflaster, im Kiesbett verlegt,
  • wassergebundene Decken (Schotterfläche).

Auch für Stellplätze gibt es begrünte Lösungen wie Schotterrasen, Rasenfugenpflaster oder Rasengitter2.

In fünf Schritten zum Gartenweg

  1. Bedarf klären: Wo wird der Weg täglich begangen, wo genügt ein Trittpfad? Befestigt wird nur, was wirklich und häufig gebraucht wird1.
  2. Planen, bevor gebaut wird: Die Gartenakademie rät zu einem klaren Konzept mit Gartenbereichen von Anfang an – mit soliden Wegen, Terrassen, Übergängen und Beeträndern; Rasenkanten sollen sich ohne Nacharbeit überfahren lassen3.
  3. Belag wählen: wasserdurchlässig, etwa Platten oder Pflaster im Kiesbett oder eine wassergebundene Decke1.
  4. Höhe und Gefälle festlegen: Wege etwas erhöht anlegen, 1 bis 2 Zentimeter über dem Gelände, mit 1 bis 2 Prozent Seitengefälle3.
  5. Ränder bepflanzen: Das Wasser kleinerer Flächen läuft auf die seitlichen Beete1 – dort kann es versickern und den Pflanzen nützen.

Für die Terrasse gelten dieselben Grundsätze: so groß wie nötig, wasserdurchlässig und mit Gefälle zu einer Fläche oder einem Einlauf, die das Wasser aufnehmen (siehe unten).

Gefälle nicht vergessen

Auch durchlässige Flächen brauchen bei Starkregen ein Gefälle zu einem Einlauf. Kleinere Flächen und schmale Wege entwässern über 1 bis 2 Prozent Gefälle am besten auf die seitlichen Beete1. Wege sollten schmal, aber gut befestigt sein, leicht – 1 bis 2 cm – erhöht und mit 1 bis 2 Prozent Seitengefälle3.

Warum Schottergärten keine Lösung sind

Viele Hausbesitzer legen Schottergärten an, um Pflege zu sparen. Die Gartenakademie hält dagegen1:

  • Je ärmer an Pflanzen, desto stärker tragen solche Flächen zu steigenden Sommertemperaturen bei.
  • Wird der Oberboden durch Kies ersetzt, entfallen Wasserspeicherung und -filterung; Bodenleben bildet sich kaum.

Steinflächen erreichen in der Mittagssonne 60 °C und mehr und geben die Wärme nachts nur langsam ab. Pflegeleicht sind sie auch nicht: Mit 10 bis 15 Minuten je m² und Jahr braucht ein naturferner Kiesgarten mehr Zeit als ein Staudenbeet; ein naturnaher Kiesgarten, in dem die Pflanzen im Vordergrund stehen, kommt mit 5 bis 10 Minuten aus4.

Mauern als Lebensraum

Trocken geschichtete Natursteinmauern bieten in ihren Fugen Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Sie brauchen ein mindestens 40 cm tiefes, wasserdurchlässiges Fundament3. Der NABU rät, bei Natursteinmauern auf Mörtel zu verzichten, damit Eidechsen und Blindschleichen Unterschlupf finden5. Wie eine Trockenmauer Schritt für Schritt entsteht – Steine, Fundament, Anlauf, Fugen, Hinterfüllung –, steht im Ratgeber Trockenmauer bauen und Steingarten anlegen. Stützmauern sind statisch anspruchsvoll – hier lohnt der Blick auf Fachbetrieb oder selbst machen?.

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