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Beet anlegen
Ein Staudenbeet braucht laut Bayerischer Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau etwa 8 bis 12 Minuten Pflege je Quadratmeter und Jahr – deutlich weniger als Wechselflor mit 80 bis 100 Minuten1. Damit das so bleibt, kommt es auf die Anlage an.
Pflanzen nach dem Standort wählen
„Je genauer die Pflanzenzusammenstellung zum Standort passt, umso pflegeleichter wird sie.“ Trockentolerante Stauden wachsen zwar nicht so üppig wie Prachtstauden, mit gut geplanten Blütezeiten, Blattformen und -farben lassen sich aber über zwölf Monate ansehnliche Beete gestalten2.
- Sonnig und trocken: zum Beispiel Wiesen-Salbei, Gewöhnlicher Dost oder Breitblättriger Thymian, die von Natur aus auf warmen, trockenen Böden wachsen3,4,5.
- Halbschatten unter Gehölzen: Die Landesanstalt nennt für absonnige Standorte und unter Gehölzen unter anderem das Maiglöckchen6 – das allerdings giftig ist (mehr).
- Feucht: Blut-Weiderich und Gelbe Schwertlilie gehören an den Teichrand6.
Alle Arten mit Blütezeit und Standort: Blumenlexikon.
Dicht pflanzen, Boden bedecken
Eine deckende Pflanzung aus höheren Stauden und dazwischen gruppierten Bodendeckern vermindert Unkrautkeimlinge2. Grundsätzlich gilt: „Boden sollte immer bedeckt sein, entweder durch Kulturpflanzen, Gründüngung oder Mulch.“ Das verhindert schnelles Austrocknen und Verschlämmen bei Starkregen2.
Beim Mulchen nicht übertreiben: Zu dicke Rindenschichten ersticken Stauden, und für Steppen- und Kiesbeetstauden ist Rindenmulch grundsätzlich ungeeignet7.
Neu gepflanzte Lücken können Sie mit einjährigen Blütenpflanzen schließen, statt die Stauden zu dicht zu setzen2.
Boden verbessern
Kompost ist laut Gartenakademie „die kostengünstigste und gleichzeitig wertvollste Bodenverbesserung für den Hausgarten“2. Torfhaltige Erde brauchen Sie nicht: Torffreie Erde besteht aus Kompost, Rindenhumus, Holzfasern, Sand, Lavagranulat und Tonmineralen8.
Richtig gießen
Ein Liter Wasser je Quadratmeter entspricht einem Millimeter Regen und versickert etwa einen Zentimeter tief. Um Wurzeln in 10 bis 20 Zentimetern Tiefe zu erreichen, braucht es mindestens 10, besser 20 Liter je Quadratmeter2. Also seltener, dafür durchdringend gießen. Mulch und humoser Boden verringern die Verdunstung7.
Für Insekten
Un- oder halbgefüllte Sorten bevorzugen – sie bieten Pollen und Nektar2. Mehr: Insektenfreundlicher Garten.